Nicht alles auf eine Karte setzen: Selbständiger Online-Händler im Nebenjob

Beruflich selbständig zu sein ist für immer mehr Menschen eine herausragende Alternative zum angestellten Arbeitsverhältnis. Die Gründe für den deutlichen Gründungsboom in Deutschland sind dabei sehr vielfältig. Nicht alle angehenden Unternehmer haben es ausschließlich auf den Chef-Status und die damit verbundenen Einkünfte abgesehen. Für viele Gründer zählt vorrangig das hohe Maß an persönlicher Freiheit, die Chance, sich kreativ zu verwirklichen und die Aussicht auf flexible Arbeitszeiten, die ein harmonisches Miteinander von Familie, Freundeskreis und Beruf ermöglichen. Doch nicht jeder, der den Traum vom eigenen Unternehmen träumt, setzt diesen auch tatsächlich in die Tat um. Zu groß ist die Sorge vor den enthaltenen Risiken, zu groß die Angst vor dem Scheitern und dem dann drohenden sozialen und wirtschaftlichen Abstieg.

Wer den Traum von der Selbständigkeit nicht direkt aufgeben möchte und dennoch die Risiken der Unternehmensgründung deutlich reduzieren will, der sollte sich einmal mit den Möglichkeiten einer nebenberuflichen Selbständigkeit im Online-Handel auseinandersetzen. Bei diesem Modell wird der bisherige Hauptberuf während der Start- und Gründungsphase beibehalten. So stehen dem frisch gebackenen Unternehmer verlässliche Einkünfte und der Komfort der bestehenden Sozialversicherungen zur Verfügung. Der Leistungs- und Erfolgsdruck ist daher stark gemindert und mit Ruhe und Gelassenheit gelingt es vielen Teilzeit-Chefs, sich in kleinen Schritten in die neue berufliche Rolle einzufinden. Statt also alles auf eine Karte zu setzen und damit das Risiko des vollständigen Scheitern einzugehen, nähern sich Teilzeit-Unternehmer dem eigenen Betrieb auf eher vorsichtige Weise.

Bei allen ausgeprägten Vorteilen sollte man bei diesem Modell allerdings keinesfalls die erhebliche Doppelbelastung unterschätzen, die sich aus dem gleichzeitigen Engagement beim Arbeitgeber und im eigenen Unternehmen ergibt. Angehende Gründer müssen sich selbstkritisch vor die Frage stellen, ob sie bereit dazu sind, über einen längeren Zeitraum Abende, Nächte, Wochenenden und Urlaubszeiten der Verwirklichung ihres beruflichen Traums zu opfern. Ist dies der Fall, dann bildet die nebenberufliche Gründung eine ausgezeichnete Alternative zum Vollzeit Unternehmertum.

Unter dem Titel „Online-Handel im Nebenjob“ beschäftigt sich das Online-Magazin INTERNETHANDEL in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 111, Januar 2013) mit dem Thema der nebenberuflichen Selbständigkeit und dekliniert das Geschäftsmodell anhand der E-Commerce Branche durch. Der Leser erfährt hier zunächst alles über Chancen, Vorteile und auch Risiken der nebenberuflichen Karriere im Online-Handel und wird mit den rechtlichen und steuerlichen Regelungen und Pflichten vertraut gemacht, die für diesen Gründertypus gelten. Im weiteren Verlauf stellen die Redakteure der Zeitschrift modellhaft die Kombination aus Online-Handel im Nebenjob und DropShipping vor. Den Abschluss des umfangreichen Features bildet eine leicht verständliche Schritt für Schritt Anleitung, in der interessierte Gründer hautnah erleben können, wie sich die Planung, der Aufbau und der Start des eigenen Unternehmens im E-Commerce erfolgreich und sicher absolvieren lässt.