Abbrüche verhindern und Conversion steigern: Die optimale Produktseite

Zwei miteinander eng verknüpfte Werte bestimmen maßgeblich den Erfolg von Online-Shops. Da ist zum einen die Conversion-Rate, die Auskunft darüber gibt, wie viele Besucher den Shop betreten müssen, um dem Betreiber einen erfolgreichen Verkauf zu bescheren. Da ist zum anderen die Abbruchquote, die beziffert, wie viele potentielle Kunden sich an einer bestimmten Stelle im Kaufprozess dafür entscheiden, den Einkauf nicht fortzusetzen.

Viele Online-Händler bemühen sich um bessere Geschäftsergebnisse, indem Sie versuchen, große zusätzliche Besucherströme in Ihre Shops zu leiten. Dabei vergessen sie häufig, dass eine Optimierung der Conversion-Rate und eine Senkung der Abbruchquote der deutlich effizientere Weg zu besseren Umsätzen und höheren Gewinnen ist.

Wer Abläufe im eigenen Shop verbessern will, der muss sich im ersten Schritt mit den bestehenden Schwachstellen beschäftigen. Am besten gelingt dies durch eine konsequente, regelmäßige und sorgfältige Analyse des Besucherverhaltens im Web-Shop. Wem dieser Weg zu aufwendig ist oder wem es an den technischen Möglichkeiten zur Selbstanalyse mangelt, der kann sich zunächst mit allgemeinen statistischen Daten behelfen. Diese zeichnen ein deutliches Bild über die hauptsächlichen Ursachen für vorzeitige Abbrüche und die konkreten Gründe, in einem bestimmten Shop einzukaufen.

Beginnen wir mit der Häufigkeit von Abbrüchen an bestimmten Stellen im Einkaufsprozess. 17,75 Prozent der Online-Kunden verlassen einen Shop unmittelbar von der Startseite oder Landingpage aus, ohne sich zuvor intensiver mit dem eigentlichen Angebot zu beschäftigen. 15,87 Prozent werfen das Handtuch, wenn Sie zu einer Registrierung gezwungen werden.

14,27 Prozent entscheiden sich angesichts der angebotenen Zahlungsmöglichkeiten gegen den Einkauf und 7,57 Prozent brechen den Prozess ab, sobald Sie dazu aufgefordert werden, ihre persönlichen Zahlungsdaten einzugeben. Den Löwenanteil aller Kunden verlieren Online-Händler allerdings während der eigentlichen Produktauswahl. 44,54 Prozent der Besucher entscheiden sich nämlich auf der Produktseite des Shops dafür, den Einkauf nicht fortzusetzen.

Werfen wir nun einen Blick auf die Faktoren, die Besucher im Shop in ihrer Kaufabsicht bestärken. 73 Prozent aller Online-Kunden reagieren positiv auf einen kostenlosen Versand und 70 Prozent wissen es zu schätzen, wenn auch der Rückversand nichts kostet. 62 Prozent sprechen positiv auf Sonderangebote und Rabatte an, 56 Prozent greifen bei Couponaktionen zu und 46 Prozent lassen sich durch Bonuspunkte zum Einkauf verleiten.

43 Prozent mögen zeitlich befristete Angebote, 34 Prozent freuen sich über besondere Rabatte ab einem bestimmten Einkaufswert und immerhin 31 Prozent bevorzugen Shops, in denen Sie zu Ihrer Bestellung ein kostenloses Geschenk erhalten.

Fasst man beide Beobachtungen zusammen, dann entsteht eine wirksame Anleitung zur Erhöhung der Conversion-Rate. Wenn es nämlich einem Online-Händler gelingt, die genannten Kundenwünsche genau auf den Produktseiten im Shop zu erfüllen, dann kann er auf diese Weise aktiv gegen hohe Abbruchquoten vorgehen und von höheren Umsätzen profitieren.