Der Rechnungskauf aus der Sicht des Online-Händlers

Für den Online-Kunden ist die Möglichkeit, in seinem bevorzugten Web-Shop auf Rechnung einkaufen zu können, der Idealfall. Über ihre Zahlungswünsche befragt, erklären fast alle Verbraucher, dass sie den Rechnungskauf am meisten schätzen. Fast 70 Prozent aller Internet-Käufer geben sogar an, regelmäßig per Rechnung zu kaufen.

Aus der Sicht des Online-Händlers stellt sich die Situation allerdings ganz anders dar. Shop-Betreiber befürchten nämlich, dass der Rechnungskauf zu hohen Zahlungsausfällen und einem Anstieg der Retourenquote führt. Mit dieser Einschätzung liegt die Händlerschaft auch gar nicht falsch. Dies gilt zumindest dann, wenn der Rechnungskauf in Eigenregie und ohne ein professionelles Risikomanagement eingeführt wird.

Doch wie können Shop-Betreiber von den unbestrittenen Vorteilen des Zahlungsverfahrens profitieren, ohne gleichzeitig ein großes Risiko einzugehen? Möglich wird dies durch das Einschalten eines Zahlungsanbieters, der den Rechnungskauf absichert. Doch wie funktioniert das eigentlich? Der Dienstleister übernimmt in diesem Fall die komplette Rechnungsabwicklung für den Händler. Faktisch betrachtet kauft er dem Shop-Betreiber dazu die Forderung gegen den jeweiligen Endkunden ab. Hierfür zahlt er den eigentlichen Rechnungsbetrag, abzüglich einer bestimmten Gebühr für seine Leistungen. Der Händler erhält in dieser Situation in jedem Fall sein Geld. Das gilt selbst dann, wenn der Kunde verspätet oder gar nicht zahlt.

Der Dreh- und Angelpunkt in diesem Geschäftsmodell ist natürlich die Gebühr, die der Zahlungsanbieter für seinen Service verlangt. Diese liegen am Markt zwischen 2 und 5 Prozent bezogen auf den jeweiligen Shop-Umsatz. Je nach Anbieter und Tarif kommen hierzu noch Einrichtungsgebühren, monatliche Grundgebühren und Transaktionskosten je Zahlung. Darüber hinaus unterscheiden sich die verschiedenen Anbieter auch in Bezug auf ihre Leistungsprofile, auf die Auszahlungsmodalitäten und auf die Art, wie das Zahlungsverfahren in den Shop des Online-Händlers integriert werden kann.

Das bekannte Online-Magazin INTERNETHANDEL beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 118, August 2013) ausführlich mit dem Thema Rechnungskauf und stellt seinen Lesern im Rahmen einer umfangreichen Titelstory viele Informationen, Tipps, Ratschläge und Empfehlungen zur Verfügung. Neben einer gründlichen Einführung in die Gesamtthematik erhalten interessierte Online-Händler hier auch Zugriff auf die Portraits von zehn bekannten Zahlungsanbietern, deren individuelle Konditionen direkt miteinander verglichen werden. Entsprechend gut informiert fällt die Entscheidung für einen passenden Dienstleister deutlich leichter.