Suchmaschinenoptimierung: Reine „Ländersache“ oder Unterscheidung von Sprachversionen

Unternehmen arbeiten immer globaler. Dank der weltweiten Vernetzung lassen sich Produkte und Dienstleistungen bequem auch in verschiedenen Ländern vertreiben. Der Export boomt in einigen Branchen. Selbst Kleinunternehmer handeln zunehmen global und suchen neue Absatzwege im Ausland. Ohne Suchmaschinenoptimierung läuft aber nichts im globalen Wettbewerb. Wirtschaftliche Erfolge im Web hängen stark von den Positionierungen in den Suchmaschinenlisten ab. Suchmaschinenoptimierung, auch SEO für Search Engine Optimization genannt, ist gefragt. Geht es um die Entscheidung, wie am besten zu optimieren ist, erweisen sich zwei Wege als sinnvoll.

1.    Suchmaschinenoptimierung kann nach Landestypischen Besonderheiten geschehen.
2.    SEO kann auch auf reiner Sprachbasis sehr erfolgreich sein.

Hier ist nicht eine Strategie die ideale. Jedes Unternehmen, jeder Verein und jede Institution sollte die jeweiligen Ziele und auch die Zielgruppen genau kennen, bevor eine Entscheidung hinsichtlich SEO getroffen wird.

Argumente für Sprachversionen vs. Länderversionen

Wer sich für die SEO-Optimierung auf Sprachbasis entscheidet, spart Hostingkosten ein. Je weniger Versionen nötig sind, desto höher die Ersparnisse. In vielen Ländern werden die gleichen Sprachen gesprochen, wenn auch mit geografischen Unterschieden. Verzichtet man bewusst auf die Feinheiten in der landestypischen Ansprache, dann können Webseiten für Spanien und Argentinien gleich sein. Fußt die Suchmaschinenoptimierung allein auf der Sprache, sind regionale Besonderheiten außer Acht zu lassen. Muttersprachler sollten die Texte verfassen, damit keine Missverständnisse auftauchen. Die englischsprachige Suchmaschinenoptimierung kann dabei von einem Engländer, einem Australier oder einem Amerikaner vorgenommen werden, wobei hier ausdrücklich auch weibliche Muttersprachler gemeint sind.

Nachteil dieser Einsparversion über Ländergrenzen hinweg ist es, dass selbst Nationalitäten mit gleichem Sprachschatz nicht gleich denken und handeln. Amerikaner erleben ihren Alltag anders als Australier, Engländer und Südafrikaner. Sowohl die Mentalität als auch die aktuellen Moden und Trends variieren teils deutlich.

Ist ein Webangebot spezifisch auf Polen abgestimmt, ist die Suchmaschinenoptimierung leicht durchzuführen. Muttersprachler feilen an den Sprachversionen. Sprachliche und regionale sowie historische und kulturelle Eigenheiten können berücksichtigt werden, ohne dass eine Zielgruppe ausgeschlossen wird.

SEO nach Ländern verlangt gute Sprach- und Zielgruppenkenntnisse

SEO-Verantwortliche sollten das jeweilige Land gut kennen und die Kenntnisse bei ihrer Arbeit berücksichtigen. Erfolgt die Suchmaschinenoptimierung nach Ländern, ist das Wissen um kulturelle und regionale Besonderheiten gefragt. Auch wenn in der Schweiz und in Deutschland deutsch gesprochen wird, unterscheiden sich die Ausdrücke doch vielfach deutlich voneinander. Während ein Schweizer ein Velo fährt, schwingt sich ein Deutscher aufs Rad.

SEO nach Länderkriterien hilft sehr dabei, die Zielgruppen direkt anzusprechen. Auch die User-Führung ist bei SEO nach Ländern häufig besser als bei SEO nach reinen Sprachgesichtspunkten. Lokale Ansprechpartner lassen sich genauso darstellen wie Anfahrtswege und Portokosten beispielsweise.

Das Suchverhalten von Zielgruppen analysieren

[ad#ad-2]Das Suchverhalten der Zielgruppen ist entscheidend. Welche Maßeinheiten gelten und wie reagieren die Zielgruppen auf Werbemaßnahmen wie Couponing oder Direktmarketing? Diese Fragen sind wichtig, um die Zielgruppen optimal zu erreichen. So lässt sich ein Webangebot hervorragend mit dem jeweiligen Zeitgeist in Einklang bringen. Die Zielgruppen fühlen sich besser aufgehoben auf den optimierten Webseiten.

Doppelten Content und damit Abstrafung vermeiden

Länderspezifische Suchmaschinenoptimierung macht dabei mehr Aufwand erforderlich als die sprachbasierte Suchmaschinenoptimierung. Die Pflege der Webseite dauert länger bei den unterschiedlichen Länderversionen. Die Inhalte sind penibel nach jeweiliger Landesversion anzupassen und aktuell zu halten. Damit häufen sich natürlich auch die Fehlerquellen. Je mehr Versionen eines Unternehmens erscheinen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, doppelten Content zu bieten, was Google abstraft. Daher ist es wichtig bei allen Sprachversionen keine Duplikate zu entwickeln, sondern eigenständige Inhalte. So werden auch die Ranking-Ergebnisse bei den Suchmaschinen besser.

Länderspezifische Domains mit entsprechenden Endungen bergen die Gefahr des doppelten Contents nicht, weil Suchmaschinen nach Top Level Domains, also den Endungen de, ch und com,  unterscheiden und sie entsprechend listen. Länder-Domains eignen sich für Unternehmen, die ihre Angebote sowohl in der Schweiz als auch in Österreich und in Deutschland prominent platzieren möchten. Google Deutschland listet http://www.unternehmen.de während Google Schweiz die URL http://www.unternehmen.ch führt.

Über den Autor: Christian Arno ist Gründer und Geschäftsführer des internationalen Übersetzungsbüro Lingo24, der auf drei Kontinenten tätig ist. Folge Lingo24 auf Twitter @l24de.